Beglaubigte Übersetzungen

Was ist das und wer ist dazu befugt?

Für viele Urkunden, die bei einer Behörde vorgelegt werden müssen und amtlichen Charakter tragen, wird verlangt, dass  dazu Übersetzungen von einem allgemein beeidigten Übersetzer vorgenommen werden. Diese  oft als „beglaubigte Übersetzungen” bekannten Dokumente werden zumeist korrekt als „bescheinigte” oder (in manchen Bundesländern) als „bestätigte Übersetzung” bezeichnet.

In diesen Dokumenten werden  Richtigkeit und Vollständigkeit der gefertigten Übersetzung gem. § 142 Abs. 3 ZPO mit Angabe von Ort und Datum sowie auch dem Stempel des Übersetzers bescheinigt. Dieser offizielle Stempel enthält den Namen und die Sprache(n), ggf. zusätzlich die Anschrift des Übersetzers.

Als öffentlich bestellte und allgemein beeidigte Übersetzerin für die englische und französische Sprache bin ich befugt, beglaubigte Übersetzungen anzufertigen. Dieses Privileg ist allerdings nur ausgewählten, besonders qualifizierten und vertrauenswürdigen Übersetzern vorbehalten. Nur ca. 5 % aller Übersetzer in Deutschland erfüllen diese Voraussetzungen. Daher sollten Sie Ihren Anbieter sorgfältig auswählen.

 

Öffentlich bestellte und allgemein beeidigte Übersetzer sind Übersetzer, die bei einem Landgericht, Oberlandesgericht oder einer Innenbehörde einen allgemeinen Eid abgelegt haben. Dieser Eid ist gemäß § 189 Abs. 2 GVG vor allen Gerichten des Bundes und der Länder gültig. Sie sind daher immer kraft Gesetzes (§ 189 Abs. 4 GVG) zur Verschwiegenheit verpflichtet und müssen gesprochene oder geschriebene Texte treu und gewissenhaft in die jeweils andere Sprache übertragen.